die musikalischen Gäste 2026
(der Klick auf das jeweilige Bild führt zur Homepage des Künstlers/der Künsttlerin)
Sebastian Krämer
Berlin
Es beehrt uns der wohl bekannteste Vertreter des deutschsprachigen Liederschaffens, den wir bisher am Leimershof begrüßen durften. Alleine die Tonträger und Programme aufzuzählen, die er seit mittlerweile fast dreißig Jahren unter so wunderbaren Titeln wie "Mein Kanarienvogel hat zugeschaut" oder "Die Entmachtung des Üblichen" veröffentlicht hat, könnte den hier vorgesehenen Platz füllen. Selbiges gilt für die ihm verliehenen Preise und Auszeichnungen, weshalb stellvertretend nur der Deutsche Kleinkunstpreis (2009), der Deutsche Kabarettpreis (2012) und der Preis der Deutschen Schallplattenkritik (2021) genannt seien.
Sein größter Trumpf ist wohl sein herausragendes Gespür für Sprache und Wortwahl, weswegen er – damals regelmäßiger Teilnehmer an Poetry Slams – sogar in einer wissenschaftlichen Betrachtung einmal als "Hoffnung im Kampf gegen den allgemeinen Sprachabbau" tituliert wurde. Dass er bei diversen Fernsehauftritten in der Regel im Rahmen von Comedy-Formaten wie "Nightwash" oder Kabarettsendungen wie "Neues aus der Anstalt" oder "Mitternachtsspitzen" zu sehen war, belegt, dass er dieses Gespür gerne in den Dienst des Augenzwinkernden bis Skurrilen stellt. Doch auch auf Anrührendes und Tiefgehendes darf sich das Publikum freuen. Ohnehin sind bei ihm die Grenzen zwischen Tragik und Humor durchaus fließend.
Bei alldem treten seine kompositorischen und pianistischen Fertigkeiten manchmal fast etwas in den Hintergrund, dabei sind sie zweifelsohne "virtuos und facettenreich" (Westdeutsche Zeitung). Oder wie es einmal geradezu euphorisch im Main-Echo hieß: "Wenn er sich ans Klavier setzt (…), perlen Melodien aus ihm heraus, die wie verrückte Magie verlockende Kringel in die Luft pusten."
Freuen wir uns also auf einen "Sprachartisten und Ausdrucksgourmet" (Allgemeine Hannoversche Zeitung)!
Joyce November
Erfurt
"Niemals aufgeben" – Diese Antwort auf die Interview-Frage, was sie Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern als Ratschlag mit auf den Weg geben würde, zieht sich wie ein roter Faden durch das Schaffen der Songwriterin aus Thüringen.
So nutzte sie, die so leidenschaftlich gerne live auf der Bühne spielt, beispielsweise die zwangsweise Konzertpause während der Corona-Zeit, um jeden Monat ein Lied samt Video in Eigenproduktion zu veröffentlichen, wobei sie neben ihrem Hauptinstrument, der Gitarre, auch Bass und Klavier einspielte oder sich gar den Umgang mit weiteren Instrumenten wie dem Banjo selbst beibrachte.
Aber auch in ihren Texten, in denen sie musikalische Kurzgeschichten in vielsagende Bildsprache verpackt, spiegelt sich dieses Motto häufig wider. Nicht selten beschäftigt sie sich mit Tiefen und Hindernissen im Leben, ohne je den Elan zum Weitergehen des eingeschlagenen Wegs vermissen zu lassen. Egal, wie ruhig und nach innen gekehrt es in ihren Liedern manchmal zugehen mag, niemals fehlt es ihnen an positiver Energie.
Zusammen mit eingängigen Melodien, gekonntem und sehr vielseitigem Gitarrenspiel sowie ihrer charismatischen Stimme entsteht so "Musik mit leisem Charakter und lauten Emotionen".
Alleine von 2016 bis 2024 veröffentlichte sie damit fünf Alben, und einige ihrer Songs sind regelmäßig präsent im Programm von MDR Kultur. Aber am allerliebsten steht sie eben doch live auf der Bühne, mal solo, mal in Begleitung einer Band. Unter anderem spielte sie dabei auch im Landesfinale von "local heroes Thüringen", bei live übertragenen Konzertreihen des MDR oder im Vorprogramm von bekannten Namen wie Alin Coen oder Frank Turner.
Tim Köhler
Breitengüßbach
Mal solo, mal mit Begleitmusikern erzählt er am Klavier mit rauer Stimme Geschichten, die so persönlich sind, wie sie nur sein können, und doch so bildreich und mitfühlbar, dass sich jeder selbst darin wiederfinden kann. Gerne geht es bei ihm melancholisch zu, aber nie mutlos, wenn er in seinen Liedern Momentaufnahmen aus dem Zwischenmenschlichen, Gefühlslagen und Gemütszustände besingt.


